Generell unterscheiden wir zwischen verschiedenen Arten von Stress. Unsere Gene, das
soziale Umfeld, als auch unsere körperliche und mentale Verfassung beeinflussen die
Verarbeitung von Stress. Kumulieren sich Stressoren oder treten zeitgleich auf, verstärkt sich
unsere Stressreaktion. Mögliche Auslöser für sogenannten Distress (Stress verbunden mit
negativen Gefühlen wie Hilflosigkeit, Angst oder Wut) sind Schmerzen, Krankheit, Streit,
hohe Arbeitbelastung oder auf Prüfungsstress.
Der Körper schüttet zu Beginn der Stressreaktion die Hormone Adrenalin und
Noradrenalin aus. Diese bewirken unter anderem eine Erweiterung der Bronchien sowie eine
Erhöhung des Blutdrucks und des Blutzuckers. Unter Stress wird zudem das Hormon
Cortisol freigesetzt. Dieses beeinflusst den Gehirnstoffwechsel und hält den Körper in
ständiger Alarmbereitschaft. Seine Ausschüttung erschwert es deshalb, sich zu entspannen.
Einige Menschen neigen dazu, ihre Essgewohnheiten zu ändern, wenn sie sich gestresst
fühlen. Dies führt bei den betroffenen Personen häufig zu einer Gewichtsänderung; während
manche abnehmen, nehmen die meisten zu. Dies hängt auch damit zusammen, dass
emotionales Essen, bei dem ohne körperlichen Hunger gegessen wird, bei Stress häufiger
auftritt.
Cortisol sorgt unter Stress dafür, dass Energie für Stresssituationen bereitsteht. Infolgedessen
wird zum Beispiel Zucker (Glucose) freigesetzt und Insulin gehemmt, damit der Zucker nicht
sofort aus dem Blut in die Zellen aufgenommen wird. Hierdurch verbleibt mehr Zucker im
Blut. Es wird dann weniger Fett in Energie umgewandelt, das Fett lagert sich stattdessen im
Körper ein. Unter länger dauerndem Stress wird sogar Muskulatur abgebaut.
Achten Sie daher auf Ihren persönlichen Ausgleich, sei es mit Bewegung,
Achtsamkeitstraining, der Pflege von sozialen Kontakten oder/ und einer ausgewogenen
Ernährung.










