Wie beeinfluss Stress mein Körpergewicht?

Generell unterscheiden wir zwischen verschiedenen Arten von Stress. Unsere Gene, das
soziale Umfeld, als auch unsere körperliche und mentale Verfassung beeinflussen die
Verarbeitung von Stress. Kumulieren sich Stressoren oder treten zeitgleich auf, verstärkt sich
unsere Stressreaktion. Mögliche Auslöser für sogenannten Distress (Stress verbunden mit
negativen Gefühlen wie Hilflosigkeit, Angst oder Wut) sind Schmerzen, Krankheit, Streit,
hohe Arbeitbelastung oder auf Prüfungsstress.

Der Körper schüttet zu Beginn der Stressreaktion die Hormone Adrenalin und
Noradrenalin aus. Diese bewirken unter anderem eine Erweiterung der Bronchien sowie eine
Erhöhung des Blutdrucks und des Blutzuckers. Unter Stress wird zudem das Hormon
Cortisol
freigesetzt. Dieses beeinflusst den Gehirnstoffwechsel und hält den Körper in
ständiger Alarmbereitschaft. Seine Ausschüttung erschwert es deshalb, sich zu entspannen.

Einige Menschen neigen dazu, ihre Essgewohnheiten zu ändern, wenn sie sich gestresst
fühlen. Dies führt bei den betroffenen Personen häufig zu einer Gewichtsänderung; während
manche abnehmen, nehmen die meisten zu. Dies hängt auch damit zusammen, dass
emotionales Essen, bei dem ohne körperlichen Hunger gegessen wird, bei Stress häufiger
auftritt.

Cortisol sorgt unter Stress dafür, dass Energie für Stresssituationen bereitsteht. Infolgedessen
wird zum Beispiel Zucker (Glucose) freigesetzt und Insulin gehemmt, damit der Zucker nicht
sofort aus dem Blut in die Zellen aufgenommen wird. Hierdurch verbleibt mehr Zucker im
Blut
. Es wird dann weniger Fett in Energie umgewandelt, das Fett lagert sich stattdessen im
Körper ein. Unter länger dauerndem Stress wird sogar Muskulatur abgebaut.

Achten Sie daher auf Ihren persönlichen Ausgleich, sei es mit Bewegung,
Achtsamkeitstraining, der Pflege von sozialen Kontakten oder/ und einer ausgewogenen
Ernährung.

Was sind Nahrungsfasern?

Nahrungsfasern (Ballaststoffe) sind unverdauliche Bestandteile pflanzlicher Lebensmittel. Sie
spielen eine wichtige Rolle für eine gesunde Verdauung, fördern das Wohlbefinden und
tragen zu einem länger anhaltenden Sättigungsgefühl bei.
Da Nahrungsfasern im Dünndarm nicht oder nur teilweise verdaut werden, liefern sie kaum
Energie. Sie gelangen weitgehend unverändert in den Dickdarm, wo sie von den
Darmbakterien teilweise abgebaut (fermentiert) werden und ihre gesundheitsfördernden
Wirkungen entfalten.
Nahrungsfasern kommen ausschliesslich in pflanzlichen Lebensmitteln vor, beispielsweise in
Vollkornprodukten, Gemüse, Obst, Hülsenfrüchten, Nüssen und Samen. Man unterscheidet
zwischen löslichen und unlöslichen Nahrungsfasern.


Lösliche Nahrungsfasern

Lösliche Nahrungsfasern bilden in Verbindung mit Wasser eine gelartige Masse. Sie werden
im Dickdarm teilweise von den Darmbakterien fermentiert. Dadurch entstehen kurzkettige
Fettsäuren, die unter anderem die Darmgesundheit unterstützen. Zudem können lösliche
Nahrungsfasern den Cholesterinspiegel senken und zu einer gleichmässigeren
Blutzuckerregulation beitragen.


Unlösliche Nahrungsfasern

Unlösliche Nahrungsfasern binden Wasser und vergrössern dadurch das Stuhlvolumen. Dies
regt die Darmtätigkeit an und unterstützt eine regelmässige Verdauung. Sie kommen vor
allem in Vollkornprodukten, Nüssen, Samen sowie in Obst- und Gemüseschalen vor.


Vorteile einer ballaststoffreichen Ernährung

Eine ausreichende Zufuhr von Nahrungsfasern kann:

  • das Sättigungsgefühl verlängern,
  • die Darmtätigkeit fördern und Verstopfung vorbeugen,
  • die Stuhlkonsistenz verbessern,
  • die Zusammensetzung der Darmflora positiv beeinflussen,
  • den Cholesterinspiegel günstig beeinflussen,
  • zu einer stabileren Blutzuckerregulation beitragen.

Wie viele Nahrungsfasern werden empfohlen?

Für Erwachsene wird eine tägliche Zufuhr von etwa 30 g Nahrungsfasern empfohlen. Bei
einer Energiezufuhr von 2000 kcal entspricht dies rund 15 g pro 1000 kcal. In der westlichen
Ernährung wird diese Menge häufig nicht erreicht.

So erhöhen Sie Ihre Nahrungsfaserzufuhr

  • Wählen Sie möglichst häufig Vollkornprodukte.
  • Integrieren Sie regelmässig Hülsenfrüchte wie Linsen, Bohnen oder Kichererbsen in
    Ihre Mahlzeiten.
  • Essen Sie täglich Gemüse und Obst. Wenn möglich, verzehren Sie Obst gut
    gewaschen mit Schale, da diese besonders reich an Nahrungsfasern ist.
  • Ergänzen Sie Ihre Ernährung mit Nüssen und Samen.
  • Trinken Sie ausreichend Flüssigkeit – idealerweise 1,5 bis 2 Liter Wasser pro Tag.
    Nur mit genügend Flüssigkeit können Nahrungsfasern ihre positiven Wirkungen auf
    die Verdauung optimal entfalten.

Frühlingsgefühle

Der Frühling ist da – und damit die Chance, freundlich mit sich selbst zu sein. Gesundheit bedeutet nicht Perfektion, sondern nachhaltige Schritte, die zu Ihnen passen. Zu Beginn der warmen Jahreszeit erwachen auf die guten Vorsätze.
Wir glauben: Wichtiger als „mehr Disziplin“ sind Wissen, Unterstützung und realistische Ziele.

Adipositas ist eine chronische Erkrankung – und sie verdient professionelle Begleitung. Mehr Genuss und weniger Struktur lassen Sie glauben, dass Sie sich schuldig fühlen müssen. Eine Veränderung beim Essen IST KEIN SCHEITERN!

Rückfälle gehören zum Veränderungsprozess dazu und eine Therapie verläuft nicht immer linear. Wichtig ist, dass Sie lernen, dass nicht ein einzelner Tag entscheidend ist, sondern der langfristige Weg.

Was jetzt hilft:

  • –  Langsam in Ihre Strukturen zurückfinden und Schuldgefühle loslassen,
  • –  Offen mit dem therapeutischen Team sprechen und sich erreichbare Ziele stecken
  • –  Bewegung in eine feste Tagesstruktur einbauen, Regelmässigkeit ist wichtiger als Intensität.

Gehen Sie kurze Strecken generell zu Fuss oder nutzen Sie das Fahrrad nach Möglichkeit. Die länger werdenden Tage laden für einen kurzen Spaziergang ein. Machen Sie den Frühlingsputz und Tanz- und Trainingseinheit. Trauen Sie sich, etwas Neues auszuprobieren! Viele Frühlingsgefühle wünscht Ihnen Ihr bcb Team

Adipositastag, 04. März 2026

Adipositas ist eine chronische Krankheit. Die Ursachen sind komplex und reichen tief. Sie sind ein Zusammenspiel aus vielen Faktoren, genetisch/medizinischer psychologisch/soziokultureller und ökonomischer Auslöser und Ursachen. Immer kommen mehrere Faktoren zusammen.

Wichtig am heutigen Tag ist Aufklärung, Unterstützung und darum, mit immer noch bestehenden Vorurteilen aufzuräumen. Wir hier in der Schweiz haben besten Zugang zu modernsten Therapieoptionen. Auch die Übernahme der Kosten durch die Krankenkassen sind in der Schweiz geregelt.

Wir sind für Sie da, wir helfen Betroffenen mit und unserem interdisziplinären Team. Wir gehen den medizinischen, psychologischen und ernährungstechnischen Ursachen und Möglichkeiten auf den Grund. Melden Sie sich bei uns!

🍂 Bewegung trotz grauer Tage – so bleiben Sie aktiv im Herbst 🍁

Wenn’s draußen kalt und grau wird, fällt Bewegung oft schwer. Doch gerade jetzt braucht Ihr Körper Aktivität – für Stoffwechsel, Stimmung und Immunsystem. 💪

👉 Schon kleine Schritte zählen:

🚶‍♀️ Spaziergänge durch buntes Laub

🏠 Treppen statt Aufzug

🎵 10 Minuten Tanzen oder Dehnen daheim

Perfektion ist nicht das Ziel – Regelmässigkeit ist es. Jeder Schritt ist Selbstfürsorge, kein Zwang.

Wenn das Wetter nicht mitspielt: Drinnen aktiv bleiben! Yoga, Hausarbeit oder ein Bewegungsvideo – Hauptsache, Sie kommen in Schwung.

Starten Sie klein – aber starten Sie heute. 🍁

Sommerhitze: Worauf sollte man achten?

Hohe Temperaturen belasten den Körper – vor allem das Herz-Kreislauf-System. Wer hitzeempfindlich ist oder gesundheitliche Einschränkungen hat, sollte besonders auf sich achten. Mit ein paar einfachen Tipps kommen Sie gut durch heiße Tage.

1. Ausreichend trinken – aber richtig:
Mindestens 2–3 Liter pro Tag sind wichtig, vorzugsweise Wasser oder ungesüßte Kräutertees. Süße Getränke und Alkohol belasten den Kreislauf zusätzlich.

2. Bewegung zur richtigen Zeit:
Sport oder Spaziergänge am besten in den kühlen Morgen- oder Abendstunden. Schwimmen ist ideal – es schont die Gelenke und wirkt erfrischend.

3. Leichte, luftige Kleidung:
Helle, lockere Kleidung aus Naturfasern wie Baumwolle oder Leinen hilft, einen Wärmestau zu vermeiden. Vergessen Sie auch nicht den Sonnenschutz.

4. Warnzeichen ernst nehmen:
Kopfschmerzen, Schwindel, Übelkeit oder starke Erschöpfung können Anzeichen für einen Hitzekollaps oder -schlag sein. In dem Fall: sofort aus der Sonne, kühlen, trinken – und bei Bedarf ärztliche Hilfe holen.

5. Sommerlich essen:
Leichte Mahlzeiten wie frisches Gemüse, Salate, kalte Suppen oder eiweißreiche Snacks entlasten den Körper und liefern wichtige Nährstoffe.

Fazit:

Auch bei großer Hitze lässt sich der Sommer genießen – wenn man gut auf sich achtet. Wer unsicher ist oder zu Risikogruppen gehört, sollte sich individuell beraten lassen. Wir sind gerne für Sie da!

Warum wir E-Mails verschlüsseln

Ihre medizinischen Daten sind vertraulich – darum versenden wir E-Mails mit sensiblen Infos ausschliesslich verschlüsselt über HIN (Health Info Net).

📧 Unverschlüsselte Mails sind wie Postkarten – jeder könnte mitlesen.

🔒 Dank HIN bleibt Ihre Gesundheitssache privat.

🇨🇭 Wir erfüllen damit das Schweizer Datenschutzgesetz (DSG).

Folgen Sie einfach den Anweisungen in der E-Mail, um die Nachricht sicher zu öffnen.

Datenschutz ist Vertrauenssache. Danke für Ihr Vertrauen!

Baden nach der Operation – wann ist es erlaubt?

Nach einer Operation braucht nicht nur der Körper Ruhe – auch die Wunde muss heilen. Viele Patient:innen fragen sich: „Wann darf ich wieder baden?“

Unsere Empfehlung:
Warten Sie mit dem Baden, bis die Wunde vollständig verheilt ist – das dauert meist 3 bis 4 Wochen.

Warum?

  • Baden weicht die Haut auf – das kann die Wundheilung stören.
  • In Badewasser lauern Keime, die zu Infektionen führen können.
  • Auch Saunagänge oder Whirlpools sind in dieser Zeit nicht geeignet.

Duschen ist meistens schon nach ein paar Tagen erlaubt – je nach Eingriff und Wundversorgung. Wir geben Ihnen dazu individuelle Anweisungen in der Sprechstunde.

Sonnenschutz für OP-Narben

Frische Narben sind besonders empfindlich gegenüber UV-Strahlen. Ohne Schutz kann es zu dunklen Verfärbungen oder dauerhaften Narben kommen.

Unsere Tipps:
– Immer LSF 50+ verwenden
– Narbe mit Kleidung oder Pflaster abdecken
– In den ersten Wochen: gar keine Sonne
– Regelmässig nachcremen – auch im Schatten!

💚 Mindestens 12 Monate lang schützen – Ihre Haut wird es Ihnen danken. 💚

Bei Fragen zur Narbenpflege – wir sind für Sie da!

💊 Nie wieder die Medikamenteneinnahme vergessen – So klappt’s!

Medikamente wirken nur, wenn sie regelmässig und korrekt eingenommen werden. Doch im stressigen Alltag kann es leicht vorkommen, dass eine Dosis vergessen wird. Damit das nicht passiert, gibt es einfache Tricks, die Ihnen helfen, Ihre Medikamenteneinnahme zuverlässig einzuhalten. ✅

1. Erinnerungen stellen

Nutzen Sie Ihr Smartphone oder eine Smartwatch, um sich an Ihre Medikamente erinnern zu lassen. Es gibt auch spezielle Medikamenten-Apps, die Sie zuverlässig benachrichtigen. Alternativ können Sie einen Wecker stellen oder sich einen Post-it an den Badezimmerspiegel kleben. 📱📝

📅 2. Routine entwickeln

Verknüpfen Sie die Medikamenteneinnahme mit einer festen Gewohnheit, z. B.:
✔️ Nach dem Zähneputzen 🪥
✔️ Beim Frühstück oder Abendessen 🍽️
✔️ Vor dem Schlafengehen 🛏️
So wird die Einnahme zur Routine und geht nicht mehr so leicht vergessen.

💊 3. Medikamentendosett nutzen

Eine Wochen-Pillendose hilft, den Überblick zu behalten. So sehen Sie sofort, ob Sie die Tablette für den Tag schon genommen haben. 🏥

👀 4. Sichtbare Plätze nutzen

Legen Sie Ihre Medikamente an einen Ort, den Sie täglich sehen – z. B. neben Ihre Zahnbürste oder Ihre Kaffeetasse. So stolpern Sie quasi automatisch über die Erinnerung. ☕

🔄 5. Unterstützung einholen

Bitten Sie Ihren Partner, ein Familienmitglied oder einen Freund, Sie gelegentlich zu fragen, ob Sie Ihre Medikamente genommen haben. Manchmal hilft es, wenn jemand anderes mitdenkt. 🤝

🎯 6. Motivation aufrechterhalten

Machen Sie sich bewusst, warum Sie die Medikamente nehmen – für Ihre Gesundheit! Führen Sie ein kleines Erfolgstagebuch 📖 oder markieren Sie sich jeden Einnahmetag mit einem Häkchen ✅ im Kalender. So sehen Sie Ihre Fortschritte!

Fazit: Mit ein paar einfachen Tricks bleibt Ihre Medikamenteneinnahme im Kopf. Finden Sie die Methode, die am besten zu Ihnen passt, und bleiben Sie gesund! ❤️